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„Wo Tod war, wächst jetzt Leben“

Ein Blumentopf mit einer eingegangenen Pflanze. Vielleicht hat man sie nur aus Vergesslichkeit noch nicht entsorgt? Eine junge Frau nähert sich und entdeckt: Ein neuer Trieb zeigt sich im hereinfallenden Sonnenlicht!

Das ist ein Gleichnis für das Osterfest: Jesus ist tot, begraben, da gibt es keine Hoffnung mehr. Frauen kommen, um das Grab zu pflegen. Da entdecken sie im Licht der aufgehenden Sonne das unerhört Neue: Wo Tod war, ist Leben!

Im Falle Jesu ist das mehr als ein Zusammentreffen günstiger biologischer Umweltbedingungen. Er durchlebt in einzigartiger Weise den Tod hin zum Leben. Das besiegelt, was Jesus im Leben von sich gesagt hat: „Ich bin das Leben.“

Ich wünsche und erbitte allen, die das lesen, ein gesegnetes Osterfest und ein gesegnetes österliches Leben! Damit meine ich ein Leben in beständiger Beziehung („Freundschaft“) mit dem auferstandenen Jesus Christus, der die kleinen und großen „Tode“ im Alltag eines jeden Menschen in Leben zu wandeln vermag.

„Sterben ist Leben”

Ein Löwenzahn verliert seine letzten Samen im Wind. Recht unansehnlich steht er da, der kurz vorher noch in Blütenpracht zu bewundern war. Und doch kann er nur so fruchtbar sein und sein Leben weitergeben.
Stimmt das nicht auch für den Menschen? Loslassen von Besitz, Konsum, Beliebtheit, Gesundheit, fixen Ideen und Vorstellungen vom ‚glücklichen Leben‘; Geben, bis kaum etwas überbleibt: All das kann höchst fruchtbar sein. Ich denke an Mutter Teresa, die sich verschenkt hat und gerade dadurch so viele Menschen mit erfüllte. Ich denke an Eltern, die zugunsten ihrer Kinder auf viel verzichten. Und ich denke vor allem an Jesus: Seine Lebenshingabe am Kreuz schenkt Vergebung der Sünden, d.h. Leben in Fülle.
Wie hat er doch gesagt? „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.“ (Joh 12,24)

„Wer verzeiht, dem wird verziehen.“

Drei Personen sind angedeutet: Die in der Mitte reicht der Hand zur Vergebung und bekommt sie gleichzeitig von hinten zugesagt: Auf die Schulter legt sich eine Hand. Sie trägt an der Handwurzel eine runde Wunde: die durchbohrte Hand Jesu.
Was das Bild sagen will: Dass ich vergebe, ist Voraussetzung dafür, dass ich Vergebung erfahre. „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.“
Freilich ist das Vergeben weniger eine Sache der Hände als der Herzen. Man kann ja keinen Menschen zwingen sich die Hand reichen zu lassen! Aber ihm von Herzen vergeben wollen, das kann man immer. Und das reicht für Jesus.

“Sich klein machen ist wahre Größe!”


Zwei Menschen am Rand eines Bildes. Sie weisen auf die Mitte: „Da ist noch Platz!“
Platz ist nur, weil sie an den Rand gerückt sind, Platz gemacht haben.
Es kann für eher dominante Menschen eine gute Übung sein, in der Fastenzeit zurückzustehen um anderen Menschen den Vortritt, den Erfolg, das Rampenlicht zu lassen. Oder schlicht und einfach in der U-Bahn aufzustehen um jemandem Platz zu machen. Nicht weil ich nichts wert wäre, sondern weil ich Ernst damit mache, dass der andere mir wichtig ist.

Novene für die Bischofskonferenz

Vom 19. bis 22. März tagt die Österreichische Bischofskonferenz. JAKOB und KJÖ laden dazu ein, dieses Zusammentreffen der Bischöfe in einem Novenengebet vom 14. bis zum 22.3. einerseits vorzubereiten und andererseits zu begleiten.
Zusagen können auch auf Facebook gegeben werden: https://www.facebook.com/events/259354554149356/

Hier das vorgeschlagene Novenengebet:

Jesus Christus, guter Hirte,
wir bringen dir unsere Hirten, die sich in der Bischofskonferenz versammeln.

Wir danken dir für jeden einzelnen Bischof,
dass du ihn der Kirche in Österreich geschenkt hast
und für seine Bereitschaft, auf deine Stimme zu hören und dir nachzufolgen.

Stärke unsere Bischöfe mit der Kraft deines Heiligen Geistes,
stehe ihnen mit deinen Gaben bei:
mit dem Geist der Weisheit, um gut unterscheiden zu können,
mit der Gabe der Einsicht, um die Einheit in der Kirche zu fördern,
mit dem Geist des Rates, um einander eine Stütze zu sein,
mit dem Geist der Erkenntnis, um den Willen des Vaters zu erkennen,
mit dem Geist der Stärke, um dir treu zu bleiben,
mit dem Geist der Frömmigkeit, um in der Liebe zu dir zu wachsen, und
mit dem Geist der Gottesfurcht, um dich in allen Fragen an die erste Stelle zu rücken.

Entfache in ihnen die Gnade, die du ihnen bei ihrer Weihe gegeben hast und
führe uns als deine pilgernde Kirche durch ihren Hirtendienst zum himmlischen Ruheplatz am Wasser des Lebens. Amen.

Weniger ist mehr


In erster Linie ist weniger natürlich weniger. Und mehr ist mehr. Keine Taschenspielertricks!
Aber mehr Geld heißt nicht mehr Freude…
Geld und Gold können auch hinunterziehen und belasten.
Ich kenne unglückliche reiche Menschen. Und ich kenne sehr bescheiden lebende, denen das Herz lacht.
Leichtigkeit erlebt man eher ohne viel Ballast.

„Werde wesentlich!“ – Mein Kommentar zu den geposteten Fastenvorsätzen

Danke allen, die ihre Fastenvorsätze gepostet und damit öffentlich gemacht haben!
Für mich ist es beeindruckend, wie vielfältig Fastenvorsätze sind. So vielfältig wie die Menschen eben. Der gemeinsame Nenner von allen scheint mir zu sein: „Werde wesentlich!“
Dafür muss man von manchem im Leben mehr machen, anderes aber zurücknehmen. Deshalb heißt Fasten nicht einfach „weniger“, wie manche Vorsätze ja auch zeigen: mehr Humor, mehr Aufmerksamkeit, mehr Fleiß, mehr Gebet.
Und weniger vom dem, was vom Wesentlichen abhält: weniger Fernsehen, Facebook, unnötiges Reden, Hören, Essen und sogar Denken.

Das Wichtigste aber ist, aus dem Fasten keinen Leistungssport zu machen, sondern darüber seinen Sinn nicht zu vergessen. Deshalb: Bleib schlicht und treu dabei. Wenn du die Vorsätze nicht immer gehalten hast, so nimm einen neuen Anlauf. Fallen ist nicht das Problem, sondern liegen zu bleiben. Wenn du merkst, dass Vorsätze schlechte Früchte bringen (Grantigkeit, Krankheit, …), so korrigiere sie. Das Kriterium ist das Wachsen im Wesentlichen!

Meine Vorsätze für die Fastenzeit 2012

  • Wenn ich am Abend noch am PC sitze, überlege ich mir vorher vor, wie lange ich arbeiten möchte und halte mich dran. (Ich weiß aus Erfahrung, dass ich mitunter zu lange sitzen bleibe.) Dann bin ich am nächsten Tag ausgeschlafener.
  • Täglich 10 Minuten turnen. (Hoffentlich tu ich es auch wirklich…)
  • Kein Alkohol, keine Süßigkeiten, kein Fleisch (außer wenn ich eingeladen bin oder es nicht aussuchen kann). Gilt nicht an den Sonntagen! :)